Barcode- & GS1-Glossar
Rund um Barcodes wimmelt es von Fachbegriffen. Das hier sind die, die beim Kennzeichnen von Artikeln, Kartons und Paletten wirklich zählen.
Nummern und Identifikatoren
Was codiert wird, bevor es um den Druck geht.
- GTIN – Global Trade Item Number, die Artikelnummer selbst, 8, 12, 13 oder 14 Stellen.
- GS1-Basisnummer – der Teil der Nummer, der deinem Unternehmen zugeteilt ist; den Rest vergibst du selbst.
- Indikator – erste Stelle einer GTIN-14 für die Verpackungsstufe (1–8) oder Artikel mit variablem Maß (9).
- Prüfziffer – die letzte Mod-10-Stelle, mit der Scanner Lesefehler erkennen.
- NVE/SSCC – 18-stellige Nummer der Versandeinheit; sie identifiziert die einzelne Palette, nicht die Ware darauf.
Symbole und Druck
Wie aus der Nummer ein scannbares Bild wird.
- Symbologie – das Codierverfahren: EAN-13, ITF-14, GS1-128, GS1 DataMatrix, QR.
- Datenbezeichner (AI) – Präfix wie (01) GTIN, (10) Charge, (17) MHD, das die Bedeutung der Folgedaten festlegt.
- Ruhezone – der freie Rand links und rechts vom Symbol; fehlt er, scheitert der Scan.
- Strichbreitenreduktion – Verschmälern der Striche im Druckbild, um den Farbzuwachs auszugleichen.
- X-Maß – Breite des schmalsten Strichs; sie bestimmt Symbolgröße und Leseabstand.
Qualität und Konformität
Woran der Wareneingang dein Etikett misst.
- ISO/IEC 15416 – die Druckqualitätsnote (A–F), die Verifier für lineare Codes ausgeben.
- Klarschriftzeile (HRI) – die Ziffern unter den Strichen für die manuelle Eingabe.
- GS1 General Specifications – das Regelwerk für Platzierung, Größe und Dateninhalt.
Häufige Fragen
- Brauche ich eine NVE, wenn ich Paletten versende?
- Ja, sobald dein Handelspartner mit Lieferavis arbeitet. Die NVE identifiziert die Palette, die GTIN den Inhalt.
- Welche Qualitätsnote sollten meine Barcodes erreichen?
- Der Handel fordert meist mindestens Note 1,5/C – für Logistiketiketten gilt häufig derselbe Wert.